Joachimsthal

 

Joachimsthal

Der Kurort St. Joachimsthal, in der Landessprache Jáchymov, liegt in Westböhmen in einem waldreichen Tal am Fuße des 1244 m hohen Keilberges, südlich des Erzgebirges. Die Kurgeschichte von Jáchymov begann vor über hundert Jahren. 1906 wurden erstmals radonhaltige Quellen in den ehemaligen Silberbergwerken entdeckt und kurz darauf wurde dann in St. Joachimsthal das weltweit erste Radonheilbad eröffnet.

Auch vor Beginn des Kurbetriebes hatte St. Joachimsthal eine äußerst interessante und bedeutende Geschichte, welche an vielen Ecken der Stadt erkundet werden kann. Im 16. Jahrhundert wurden gewaltige Silbermengen in Jáchymov gefunden. Dank dieser wurde Jáchymov mit 18.000 Einwohnern, nach Prag, die bedeutendste Stadt im Königreich Böhmen und erhielt 1520 das Prägerecht für die legendären Guldengroschen, die dem Bergwerk nachempfunden „Joachimsthaler“ genannt wurden. Später entwickelte sich aus der Abkürzung „Taler“ der Name der weltweit wichtigsten Währung, dem „Dollar“.

Außerdem erforschte das weltweit berühmte Wissenschaftler-Ehepaar Marie und Pierre Curie das Taubgestein der Urangruben von Joachimsthal und isolierte daraus im Jahre 1989 die Elemente Polonium und Radium, woraufhin sie die Radioaktivität entdeckten. Für diese Leistung erhielt das Ehepaar 1903 den Nobelpreis der Physik.

Auch wenn die Kurstadt St. Joachimsthal viel durch geschichtliche Ereignisse geprägt wurde, ist der Kurort nicht in der Zeit stehen geblieben. Jáchymov entwickelt sich als Kurgebiet immer weiter und verfeinert die Kurmöglichkeiten unaufhörlich. So hat sich die Kombination von der Alpha- und Gamma-Therapie als besonders effektiv bei der Behandlung von Morbus Bechterew erwiesen, was jährlich tausende Kurgäste nach Jáchymov führt.

Natur & Klima

Das Klima in Tschechien lässt sich meist als gemäßigt und ruhig beschreiben, wobei es in sehr höhenreichen Gegenden auch zu unvorhersehbaren Wetterverhältnissen kommen kann. Die einzelnen Jahreszeiten sind in Tschechien äußerst ausgeprägt.
Im St. Joachimsthal ist die Luft mit ästherischen Essenzen aus den umliegenden Fichtenwäldern angereichert. Es herrscht ein typisches Vorgebirgsklima, welches vor allem während der warmen Jahreszeiten angenehm tonisch ist.

Heilfaktoren & Heilanzeigen

Im Kurgebiet St. Joachimsthal wurde 1906 das weltweit erste Radonheilbad eröffnet. Die radonhaltigen, natürlichen Quellen in Jáchymov sorgen für einzigartige Heilerfolge und für internationalen Ruhm. Es gab ehemals neun radonhaltige Quellen, heute werden die Quellen Curie, Agricola, C-1 und Akademik Behounek genutzt. Das radonhaltige Wasser dieser Quellen entspringt
mit einer Temperatur von 26 bis 34° Celsius und wird auf direktem Weg zu den
einzelnen Kurhäusern weitergeleitet. Die meist genutzte Heilanwendung mit dem radonhaltigen Wasser, ist die Behandlung in Thermalwannenbädern mit streng kontrolliertem Radongehalt, dabei beträgt die Temperatur des Wassers 35 bis 37° Celsius. Die speziellen Kuranwendungen, bei denen radonhaltinges Wasser eingesetzt wird, helfen besonders effektiv bei Krankheiten des Bewegungsapparates und Krankheiten des peripheren Nervensystems. Dazu gehören unter anderem: die Reiterkrankheit, Neuralgien, Neuritiden bei rheumatischen Erkrankungen, degenerative Zustände nach Entzündungskrankheiten der Gliedmaßen, rheumatische Arthritis und Weichteilrheumatismus.

Freizeitmöglichkeiten

Im St. Joachimsthal wird bei den Kurgästen vorwiegend für Ruhe und Entspannung gesorgt. Die einzelnen Kurhäuser bieten aber auch verschiedene Kultur- und Unterhaltungsprogramme an. Der nördliche Teil der Stadt wurde vom früheren Bergbau der Stadt geprägt und hält Informationen über die interessante Vergangenheit von St. Joachimsthal bereit. Außerdem befinden sich dort die Joachimskirche, die königliche Münze und das Renaissance-Rathaus. Vom Rathaus aus startet ein markierter Lehrpfad, namens „Joachimsthaler Hölle“, auf welchem über die Geschichte des Bergbaus informiert wird. Dort erfährt der Gast auch wie der „Joachimstaler“ der heute wichtigsten Währung der Welt zur Namensfindung verhalf, dem Dollar.

Die Nähe zum Erzgebirge liefert außerdem auch tolle Wege zum Fahrradfahren, Wandern oder einfach nur zum Spazierengehen. Außerdem sind im Winter in St. Joachimsthal beste Bedingungen für wintersportliche Aktivitäten gegeben. So gibt es auf dem Keilberg insgesamt über 10km präparierten Strecken zum Skifahren und verschiedene Langlaufloipen. Zusätzlich gibt es 10 Schlepplifte und 2 Sessellifte, welche die Gäste sicher und zügig auf den Berg bringen.

Außerdem bietet die Umgebung von St. Joachimsthal mehrere lohnenswerte Ausflugsziele. So kann das Bergarbeiterstädtchen „Gottesgab“, in der Landessprache „Bozi Dar“, besichtigt werden. Gottesgab liegt 1028 m über dem Meeresspiegel und ist somit die höchstgelegene Stadt Böhmens. Im kleinen Bergbaustädtchen findet man eine einzigartige Architektur und viele angelegte Spazier- und Wanderwege.

Lage

Der Kurort St. Joachimsthal liegt in einem waldreichen Tal, am steilabfallenden Südhang des Erzgebirges, in Westböhmen. Die Stadt liegt an der Straße von Gottesgab nach Karlsbad und befindet sich nur 20km von Karlovy Vary (Karlsbad) entfernt. Die Deutsche-Tschechische Grenze liegt ebenfalls nicht weit von St. Joachimsthal entfernt.

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